Sonntag, 8. August 2010

Karfiol (Blumenkohl) mit veganer Butter und Brösel

Manchmal hab ich Gusto auf ein traditionelles Rezept. Das hier gab es bei meiner Familie oft, aber als Kind hat es mir nicht sonderlich geschmeckt. Heute mag ich den "ogschmoizenen Kafjol" (abgeschmalzter Karfiol) sehr gern. Du wirst ihn auch mögen, wenn Du den Geschmack von Butter magst.

Zutaten für 1-2 Personen
1 Karfiol (Blumenkohl)
30g Alsan Bio Margarine (pro Person)
3 TL Brösel (pro Person)
Muskatnuss
Schnittlauch

Benötigte Küchengeräte
Pfanne, Topf

Zubereitung (30 Minuten)
  • Den dicken Strunk mit den grünen Blättern wegschneiden
  • Die Karfiolröschen einzeln herausschneiden. Große Rosen bis 4cm Durchmesser sind ok, größere solltest Du teilen
  • In sprudelnd kochendes Salzwasser geben und 15-20 Minuten kochen. Nach 15 Minuten einfach mal kosten, ob die Bißfestigkeit passt. Er soll zart sein, aber nicht matschig. Nicht notwendig sind: Milch, Zucker oder aufwendige Kochmethoden (Strunk zuerst unten, dann oben). Der Karfiol wird auch so ganz wunderbar.
  • Karfiol abgießen und in einem Sieb gut abschütteln.
  • In eine große Schüssel geben, Salz, Pfeffer und Muskatnuß darüber reiben.
  • In einer Pfanne Alsan Bio auf höchster Stufe erhitzen, bis sie leicht sprudelt.
  • Die Brösel dazugeben und umrühren. Das sollte wunderbar schäumen.
  • Ein paar Sekunden stehenlassen, damit die Brösel braun werden, dann wieder umrühren, dass es so richtig schäumt.
  • Die geschäumte Bröselbutter über den Karfiol gießen. Vorsichtig unterrühren.
  • In einem schönen Teller servieren, nochmals ein bißchen Muskatnuß darüber reiben und mit Schnittlauch bestreuen.

Beilage
Am besten passt ein nicht zu saurer (Zitronensaft statt Essig!) Salat mit wenig Öl dazu.

Tipp
Traditionell gehört die Muskatnuß in Kartoffelpüree und Béchamelsauce, wird aber sonst von den meisten kaum verwendet. Sie passt aber zu den meisten pikanten Gerichten mit Butter- bzw. Milchgeschmack. Verwende sie ruhig öfter.

Alsan Bio
Margarine? Ist die nicht ungesund?Margarine hat eine lange Geschichte hinter sich, voller Anpassungen durch die Lebensmittelindustrie an die aktuelle Forschung. Das hat leider Dinge in die Margarine gezaubert wir gehärtete Fette, Farbstoffe, künstliche Aromen usw. Alsan Bio verzichtet auf all das und schmeckt trotzdem wie Butter (nicht ganz so voll im Geschmack). Deswegen nenne ich diese Margarine auch beim Namen, da ich nur dieses Produkt empfehlen kann.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schade nur, dass nicht klar ist, wo das Soja angebaut wird. Womöglich wurde dafür ordentlich viel (Regen-) Wald abgeholzt, damit jetzt alle gesund Sojalecithin essen können. Also kBA ist Klasse, nur grade Soja hat einen solchen Hype ausgelöst und nur wenige wissen, dass für Soja sehr viel (oft illegal) abgeholzt wird. Und aus der Nachbarschaft ist es auch nicht gerade. Vielleicht wärs eine Option, die Margarine selbst zu machen. Wasser, Emulgator, Öl, ordentlich rühren. Dann kann man auch vollkommen selbst bestimmen, was reinkommt und wie es schmecken soll. Die Sache dauert mit einem Stabmixer nur ein paar Minuten und ist mindestens so gut wie eine aus dem Kühlregal. Vorschlag?

Joachim hat gesagt…

Soja für menschliche Nahrungsmittel wird in Europa selbst angebaut, auch österreich und Deutschland haben grosse Anbauflächen. Ausschliesslich Soja für Tiernahrung wird auch in Regenwälder usw angebaut. Wer sich also tierlos ernährt, kann ohne Gewissensbisse Soja geniessen und nimmt auch nur kurze Transportwege in Kauf.

Fein aber, dass Du Dir Gedanken drüber gemacht hast :)

Anonym hat gesagt…

Danke für die Info! Das klingt ja mal sehr erbaulich. Ich guck mir das noch genauer an. In dem Fall: guten Appetit :-)

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Willkommen am schwarzen Brett des Küchenchefs. Sei bitte freundlich, auch wenn Dir eine Mahlzeit nicht geschmeckt hat. Gäste, die meine Küche mit deftigen Saucenspritzern neu ausmalen möchten, bekommen Küchenverbot.